Anstehen statt reservieren : Ohne Nervenschäden ins Bürgeramt

Onlinetermine bei Frankfurter Bürgerämtern sind praktisch, aber schwer zu buchen. Jetzt ist auch wieder das klassische Anstehen möglich. Es kann sich lohnen.
Die Luft ist frisch um kurz nach 7 Uhr. Um 6 Uhr war sie sogar noch frischer, wie Özkan Nazlikol weiß. Da stand der Handwerker aus Rödelheim schon vor der Tür des Bürgeramts Höchst, das um 7.30 Uhr öffnen soll. Sein Lohn ist die Pole Position: In der Warteschlange, in der jetzt ziemlich genau 100 Leute auf dem Bürgersteig bis in Höhe des Bahnhofs stehen, ist er der Erste. Einen Termin über das Internet zu buchen sei ihm nicht gelungen. Dann hat er vorige Woche von der Ankündigung der Stadt Frankfurt gehört, die Bürgerämter jeden Mittwoch im Juli ohne vorherige Anmeldung zu öffnen. Die wegen der schnell vergebenen Termine kritisierte Onlinebuchung will das Bürgeramt durch die Möglichkeit des Spontanbesuchs ergänzen. Denn eigentlich haben Termine den Vorteil, dass man nicht erst im Amt ein Märkchen ziehen und warten muss.


