175 Jahre Paulskirche : „Frankfurt ist so glücklich organisiert, so wohlhabend und reich“

Vor dem tristen Ende der Nationalversammlung bäumen sich die Abgeordneten noch einmal auf. Es geht um die Frage, ob das Parlament von der Kaiserstadt Frankfurt nach Schwaben ziehen soll.
Ernst wird es, bedrohlich ernst. Mittwoch, 30. Mai 1849, morgens, 10 Uhr. Präsident Theodor Reh eröffnet die 230. Sitzung der deutschen Nationalversammlung. Die Abgeordneten scheinen sich im weiten Rund der Paulskirche zu verlieren. Reh hat Zweifel an der Beschlussfähigkeit. Einzeln lässt er die Namen aufrufen, um die Zahl der anwesenden Mitglieder des Hohen Hauses zu ermitteln. Eine halbe Stunde später das Ergebnis der Zählung: 130 Abgeordnete sind präsent, dreißig mithin über dem neu festgesetzten Limit, um Beschlüsse fassen zu können.
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