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Eintracht Frankfurt : Steubing erwartet eine andere Eintracht

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Gemeinsam waren sie stark – und wollen es wieder sein: die Eintracht-Angreifer Seferovic (links) und Aigner Bild: Wonge Bergmann

Der Aufsichtsratschef setzt für das Derby in Mainz auf geläuterte Frankfurter die sich „zusammenreißen“. Derweil gab es bereits die erste Kampfansage des Mainzer Stürmers Yunus Malli in Richtung Frankfurt.

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          Das Nachbarschaftsduell in der Fußball-Bundesliga naht. Und am Montag kam die erste Kampfansage aus Mainz. Adressat war die Frankfurter Eintracht, die am kommenden Samstag in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt antreten muss. Yunus Malli, mit sieben Treffern der erfolgreichste Mainzer Stürmer, wäre gerne wieder umjubelter Torschütze. Mut macht ihm vor allem, dass er fünfmal vor eigenem Publikum erfolgreich war. Malli erwartet eine intensive Trainingswoche mit einem harten Kampf seiner Mannschaftskollegen um die Plätze im Team. Die Eintracht kann kommen, lautete seine Botschaft.

          In welcher Verfassung werden die Frankfurter sein? „Mir ging es schon besser.“ Das sagte Wolfgang Steubing am Montag im Hinblick auf das Kräftemessen der Eintracht (Tabellenzwölfter) mit den Mainzern (Platz elf). Beim Aufsichtsratsvorsitzenden wirkte das 1:3 gegen Leverkusen nach. „Ich war ein bisschen konsterniert.“ Am Montag las er die Frankfurter Zeitungen, in denen die Spieler verbal nichts beschönigten. Sie waren sich ihrer Defizite bewusst.

          „Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung“

          Offensivspieler Stefan Aigner haderte mit der Einstellung der Mannschaft. Steubing hofft nun, „dass das nicht nur Lippenbekenntnisse sind. Ich hoffe immer noch, das sich die Spieler mal zusammenreißen“, sagte er der Rhein-Main-Zeitung. Es sei an der Zeit, dass die von den Spielern geäußerten Erkenntnisse „von ihnen mal ins Positive umgesetzt“ würden. „Die Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Die Mannschaft sollte den Hebel umlegen können. Jetzt müssen wir etwas tun. Darauf setzen alle“, sagte Steubing.

          Auch er erwartet, dass in Mainz „eine andere Eintracht“ auf dem Platz stehen wird. Dass die Mannschaft offenbar manchmal nicht das Engagement bringe, „das sie bringen könnte“, soll danach kein Thema sein. „Wir sind in keinem europäischen Wettbewerb und auch nicht mehr im DFB-Pokal vertreten“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. „Man kann nicht sagen, die Mannschaft ist überfordert.“ Zu möglichen personellen Veränderungen auf Spielerseite in der Winterpause äußerte sich Steubing nicht. „Ich werde die Vorrunde abwarten und dann mit den Verantwortlichen reden.“ Nur so viel vorab: „Wir haben etwas in der Kasse. Die Frage ist, wie sind die Preise und wo kriegen wir etwas. Wir müssen sehr findig sein, um irgendetwas zu basteln“, sagte er.

          Torlosigkeit macht Veh Sorgen

          Gesucht wird vor allem ein Offensivspieler auf der linken Außenbahn. Tore können die Frankfurter dringend gebrauchen. Stefan Aigner (neun Treffer in der Vorsaison) ist bisher als Vollstrecker ausgefallen. Im Duell mit Leverkusen konnte er aus zwei guten Möglichkeiten nichts Zählbares machen. Beim 0:0 davor in Hoffenheim wurden ihm zwei Treffer aberkannt. Einer davon zu Unrecht. In der jetzigen Situation kann Trainer Armin Veh, dem es Sorgen macht, dass seine Mannschaft so wenig Torchancen herausspielt, auf Tore von Aigner nicht verzichten.

          Alexander Meier traf zum letzten Mal am 17. Oktober beim 1:5 gegen Borussia Mönchengladbach. Der Leverkusener Torhüter Bernd Leno registrierte am vergangenen Samstag keinen Torschuss von Meier. Obwohl der viel unterwegs war, lief das Spiel ziemlich an ihm vorbei. In Mainz wieder eingreifen wird Haris Seferovic nach seiner Gelbsperre. Er macht das immerhin mit neuem Selbstvertrauen, gelangen ihm doch jüngst bei der Schweizer Nationalmannschaft zwei Treffer. Auch bei der Eintracht sind es aktuell zwei. Sein letztes Erfolgserlebnis resultiert aus dem Heimspiel am 12. September gegen Köln (6:2). Es wird auch bei ihm Zeit, dass er sich wieder in die Torschützenliste einträgt. Sturmkollege Luc Castaignos muss sich derweil an diesem Dienstag einer Operation unterziehen. Das ergaben weitere Untersuchungen am Montag in der Frankfurter BG-Unfallklinik. Der Holländer hatte sich gegen Leverkusen einen Riss des Syndesmosebands zugezogen.

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