Eintracht Frankfurt : „Schaaf war zu empfindlich“

Im Trainingslager der Eintracht rechnet Aufsichtsratschef Steubing mit dem alten Trainer ab. Und Marc Stendera bekommt einen Ernährungsberater.
Es war eine prominent besetzte Auswechselbank am Spielfeldrand. Am Montag hat die Mannschaft der Eintracht, die sich seit dem Wochenende in Österreich aufhält, Besuch aus der Heimat erhalten. Auch Wolfgang Steubing, der Aufsichtsratsvorsitzende, reiste an, nachdem er vor dem Abflug in die Berge und dem Ausblick auf die kommenden Monate noch schnell einen Schlussstrich unter die Vergangenheit gezogen und mit Thomas Schaaf abgerechnet hatte. Der bei den Hessen gescheiterte Fußball-Lehrer sei „zu empfindsam“ gewesen, urteilte Steubing im Gespräch mit dem „Kicker“. Nach Meinung des 65-Jährigen sei es „für Frankfurter Verhältnisse“ in der vergangenen Saison ja eigentlich noch ruhig gewesen und Diskussionen über Personalentscheidungen in der Bundesliga im Übrigen völlig üblich. „Das muss ein Trainer aushalten“, sagte er, „dafür gibt es Millionen.“ Außerdem fügt er die Bemerkung hinzu: „Den Heiligenschein, den man ihm gibt, hat Schaaf jedenfalls nicht“ – eine Anspielung darauf, dass sich der Coach seinen Rücktritt mit Hunderttausenden Euro bezahlen ließ. Geld, das nun für den Umbau des Kaders nicht zur Verfügung steht.




