Ausstellung in Frankfurt : Aus dem Hauptbuch des Lebens

Was Syrer und Iraker derzeit trifft, ist kein neues Los. Auch viele Deutsche erlitten während des Nationalsozialismus dieses Schicksal. Dem Exil des Schriftstellers Stefan Zweig ist in Frankfurt eine Ausstellung gewidmet.
Der Mann war tatsächlich Österreicher. Doch nachdem Nazi-Deutschland im März 1938 sein Nachbarland faktisch annektiert hatte, war für die Engländer aus dem Österreicher Stefan Zweig ein Deutscher geworden. Zumindest fürchtete das Zweig, der schon Anfang 1934 nach einer Durchsuchung seines Hauses in Salzburg im Zusammenhang mit dem Februar-Aufstand der Sozialdemokraten gegen den austrofaschistischen Ständestaat nach England emigriert war. Weil die Gefahr bestand, dass er nun als „feindlicher Ausländer“ eingestuft würde, bestieg der Schriftsteller am 25. Juni 1940 zusammen mit seiner aus Frankfurt stammenden zweiten Ehefrau Charlotte Altmann das Schiff „Scythia“ und reiste nach New York.





