Krise bei der Deutschen Bahn : Vorerst kaum Besserung in Sicht

Nach der missglückten Privatisierung der Bahn wurde jahrelang zu wenig in das Netz investiert. Doch nun ist es wie im Märchen vom Hasen und Igel: Die Störungen kommen schneller als die Modernisierungsvorhaben. Ein Kommentar.
Ein Viertel aller Fernzüge ist unpünktlich. Die miserable Bilanz der Bahn schlägt sich auch bei der S-Bahn und den Regionalzügen im Rhein-Main-Gebiet nieder. Unvermeidlicherweise, denn diese Züge teilen sich häufig die Gleise mit den Fernzügen, die dazu noch immer Vorrang haben. Insofern ist eine Pünktlichkeitsquote der S-Bahn von 92 Prozent vielleicht nicht erträglich, aber erklärbar. Wobei diese Quote nur bei 82 Prozent liegt, wenn man die vertragliche Vereinbarung des RMV mit der Bahn zugrundelegt, dass ein Zug als verspätet gilt, wenn er mehr als drei Minuten zu spät einfährt.






