Ausstellung im Jüdischen Museum : Gurlitt war überall

Eine Ausstellung im Jüdischen Museum zeigt, wie unerwünschte Maler, Händler und Kritiker von den Nazis aus dem Kunstbetrieb ausgeschlossen wurden - und wer davon profitierte.
Diese Ausstellung kommt wie bestellt. Während sich ganz Deutschland und die halbe Welt fragt, was mit den gut 1400 Werken des Kunsthändler-Sohns Cornelius Gurlitt geschehen solle, erklärt das Jüdische Museum, wer die Opfer und wer die Täter des großangelegten nationalsozialistischen Kunstraubs waren und wie das System der Enteignung und Bereicherung funktioniert hat. 1938 ist das entscheidende Jahr gewesen, in dem die jüdischen Künstler endgültig aus dem Kunstbetrieb ausgeschlossen, jüdische Sammler enteignet, jüdische Händler aus dem Geschäft gedrängt, jüdische Kritiker aller Veröffentlichungsmöglichkeiten beraubt wurden. Deshalb heißt die Schau im Jüdischen Museum auch „1938. Kunst - Künstler - Politik“.





