Flutkatastrophe in Südrussland :
„Handgemachter Tsunami“

Von
Michael Ludwig, Moskau
Lesezeit:
Flutbrühe: Szene vom Sonntag aus der hart getroffenen Stadt Krymsk
Flutbrühe: Szene vom Sonntag aus der hart getroffenen Stadt KrymskAFP

Die Zahl der Toten bei der Flutkatastrophe in Südrussland hat längst 150 überschritten. Die Empörung über das Krisenmanagement ist riesig.

Bei einer Flutkatastrophe in der südrussischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer sind in der Nacht zum Samstag mindestens 152 Personen ums Leben gekommen. Getroffen waren die Städte Krymsk, wo allein etwa 130 Bewohner ums Leben kamen, sowie der Schwarzmeer-Badeort Gelendschik, die Hafenstadt Noworossijsk und einige Dörfer der Region. Das russische Katastrophenschutzministerium gab an, 5000 Wohnhäuser seien zerstört oder beschädigt worden. Auch am Sonntag war der Zugverkehr in der Region noch lahmgelegt. Präsident Wladimir Putin ordnete für diesen Montag Staatstrauer an. Gegen die Behörden der Region wurden schwere Vorwürfe laut.

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