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Herzblatt-Geschichten : Sie schießen Tore für die Liebe

Damals war noch alles im reinen: Lisa Müller und ihr Mann Thomas 2016 auf der Wiesn Bild: dpa

Was ist denn bloß mit den Männern los? Karim Günes wünscht sich Teenie-Dates, in Thomas Müllers Ehe geht es rund, und nur Guido Maria Kretschmer macht alles richtig – die Herzblatt-Geschichten der Woche.

          In dieser Woche müssen wir uns aus gegebenem Anlass die Frage stellen: Was ist eigentlich mit den Männern los? Nehmen wir den jungen Schauspieler Karim Günes, von dem Bunte wissen will, wohin er gern beim ersten Date geht. „Ins Kino!“, antwortet Günes.

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Leider ist das bei den Frauen nicht mehr angesagt. Da heißt es eher: ,Komm, lass uns daheim was kochen.‘“ Und hinterher vielleicht gleich noch zusammen in die Kiste, unerträglich! Dabei will der Junge doch einfach nur in Ruhe einen guten Film schauen.

          Schwer recht machen können es die Frauen auch Andy Borg, zumindest nicht in der Frühe, wie wir dem Goldenen Blatt entnehmen. „,Ich bin ein absoluter Morgenmuffel‘, gesteht er zerknirscht. ,Meine Frau Birgit weiß, dass sie beim Zähneputzen nicht summen sollte – auf so viel Fröhlichkeit am Morgen kann ich grantig reagieren‘, ergänzt er.“ Da hoffen wir, dass Birgit keine elektrische Zahnbürste verwendet, die summt ja schon alleine.

          Glaubt man kaum: Nazan Eckes trinkt ihrem Mann Julian Khol den Kaffee weg.

          Mit Zucker...

          Sehr pfleglich behandeln muss man offenbar auch Künstler Julian Khol, der sich im Bunte-Interview über seine Frau Nazan Eckes beklagt: „Nazan lässt mir nie etwas vom Kaffee übrig.“ Worauf die Gattin einräumt: „Er verträgt nur drei Schluck Kaffee. Ich vergesse immer, ihm etwas in meiner Tasse zu lassen.“

          Ja, warum schenkt sie ihm denn nicht gleich etwas Kaffee in seine eigene, kleine Tasse ein? Aber immer nur drei Schluck, bei vier Schluck wird er unleidlich, und bitte mit ganz viel Zucker. Khol selbst gibt dann noch zu Protokoll: „Die Liebe ist wie ein Computerspiel: Man schafft es von Level zu Level. Und das macht sie mit all ihren Hindernissen so interessant.“ Genau, und irgendwann heißt es dann: „Game over.“ Zum Beispiel wenn wieder mal kein Kaffee übrig ist.

          Etwas überfürsorglich hat sich nach Meinung von Beobachtern vergangenes Wochenende Lisa Müller gezeigt, als sie die späte Einwechslung ihres Ehemanns Thomas durch den Bayern-Trainer Kovac auf Instagram mit den Worten kommentierte (sic): „Mehr als 70 Min bis der mal nen Geistesblitz hat.“

          ...und aus Zucker

          Bild schreibt von der „jetzt frechsten und vielleicht mutigsten Spielerfrau der Bundesliga“, obwohl sie sich bei Kovac entschuldigt hat, was Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner nicht versteht: „Seit wann muss sich eine Frau dafür entschuldigen, wenn sie ihren Mann liebt, zu ihm steht. Eigentlich erwarte ich das bei jeder Frau. Wenn der Regen gegen das Fenster prasselt, wenn es nicht gut läuft.“ Genau, wenn es regnet, dann braucht ein Mann seine Frau, und erst recht, wenn es, huch!, so schrecklich laut donnert.

          In dreht die Geschichte weiter und schlagzeilt: „Thomas Müller – Trennung nach dem Foto-Skandal? Das Drama um die Ehe des Fußball-Stars“. Die Warnzeichen: „Die 26-Jährige hat mittlerweile alle gemeinsamen Fotos mit ihrem Mann von ihrem Instagram-Account gelöscht. Dazu entfolgte sie auch Thomas’ Account, will also nicht mehr sehen, was er so alles auf Instagram treibt. Ein schockierender Schritt!“

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          Wir würden es ja eher verstehen, wenn sie einfach im Fernsehen nicht mehr verfolgt, was er auf dem Platz so treibt, besonders sehenswert ist das gerade nicht. Das Schlusswort in der Sache gebührt aber noch mal Bild-Mann Wagner: „Diese Müllers lieben sich. Diese Müllers schießen Tore für die Liebe.“

          Unserem Kenntnisstand nach handelt es sich bei Lisa Müller um eine Dressurreiterin, doch wer weiß: Vielleicht wechselt sie sich beim nächsten Bayern-Spiel einfach selbst ein und schießt den Siegtreffer. Kovac würde Augen machen!

          Nicht minder dynamisch ist Judith Williams, laut Bunte „der Superstar des europäischen Teleshoppings“, der Tipps für eine große Karriere gibt: „Auch als ich noch keinen Erfolg hatte, habe ich mich so verhalten, als sei ich schon berühmt.“

          Unternehmerin Judith Williams tanzt im Finale der RTL-Tanzshow Let’s Dance.

          Einfach mal das Richtige tun

          Wir haben das gleich auch mal versucht, haben fremde Leute auf der Straße angelächelt und, als diese irritiert schauten, entgegnet: „Ja, ich bin’s tatsächlich.“ Und haben ihnen dann angeboten, mit uns ein Selfie zu machen. Wollte keiner.

          Zum Glück haben wir noch einmal bei Judith Williams nachgelesen, die mahnt: „Auch sein Ego kann man ruhig ein bisschen beiseiteschieben, denn das eigene Ego kann zur Falle werden, wenn es mal nicht so gut läuft. Ich habe auch noch nie ein Selfie mit einer berühmten Person gemacht, nur weil ich dachte, das nutzt mir.“ Puh, es lag also gar nicht an uns, sondern an den Leuten, die ihr Ego einfach mal beiseiteschieben wollten.

          Lehren von Guido Maria Kretschmer: Wenn im richtigen Moment das Richtige kommt, das Richtige draus machen.

          Etwas rätselhaft scheint uns hingegen das Erfolgsrezept von Guido Maria Kretschmer, der gegenüber Gala erklärt: „Ich glaube einfach, es kam für mich im richtigen Moment das Richtige vorbei, und ich habe dann das Richtige daraus gemacht.“ Kunststück, wenn es schon vorher das Richtige war. Schwieriger wird es schon, das Richtige aus dem Falschen zu machen, das bei uns ständig vorbeikommt.

          Manche Dinge haben wir aber doch richtiger gemacht als andere, zum Beispiel als Barbara Wussow. Sie hat zur Freude ihrer 13 Jahre alten Tochter Johanna einen Hund ins Haus geholt und erzählt Das Neue: „Sie stammt aus Ungarn, ist etwa ein Jahr alt und noch nicht stubenrein. Wir gehen sogar nachts mit ihr raus. Mein Gott, das habe ich das letzte Mal gemacht, als Johanna noch ein Baby war.“

          Liebe Frau Wussow, wir wissen, dass der Rat jetzt ein wenig spät kommt – aber Sie müssen mit einem Baby gar nicht nachts raus. Wir hatten unseren Kindern einfach immer Windeln angezogen.

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