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Whitney Houstons Tod : Ed Winter sagt noch nichts

  • -Aktualisiert am

Gerichtsmediziner Ed Winter macht bislang keine Angaben zur Todesursache von Whitney Houston. Bild: action press

Während sich Obduktionsleiter Ed Winter in Schweigen hüllt, blühen nach Whitney Houstons Tod die Gerüchte um mögliche Todesursachen.

          Zwei Tage nach ihrem Tod in einer Hotelsuite im kalifornischen Beverly Hills ist Whitney Houston nach New Jersey übergeführt worden. An Bord eines Privatflugzeugs des Produzenten Tyler Perry wurde der Leichnam der Soulsängerin am Montagabend nach Newark bei New York gebracht, wo Houston aufwuchs. Wie amerikanische Medien berichteten, wird in einem Stadion der Stadt die Trauerfeier vorbereitet, die am Donnerstag oder Freitag stattfinden soll. Ob Houston neben ihrem 2003 verstorbenen Vater John auf dem Friedhof Fairview im benachbarten Westfield beigesetzt wird, blieb dagegen offen.

          In Beverly Hills, wo die Sängerin am Samstag leblos in einer Badewanne des Beverly Hilton Hotels entdeckt wurde, wird derweil über mögliche Todesursachen spekuliert. Während Ermittler am Wochenende noch über eine „Fülle von Beruhigungsmitteln“, darunter auch der Angstlöser Lorazepam, in Houstons Suite sprachen, hieß es jetzt, die 48 Jahre alte Sängerin habe doch weniger Medikamente zu sich genommen als anfangs vermutet.

          Bei der Obduktion hatten die Gerichtsmediziner in Houstons Lunge Wasser entdeckt. Obwohl sich der Kopf der Sängerin vollständig unter Wasser befand, als sie am Samstag gegen 15.30 Uhr von einer Angestellten in der Suite 434 entdeckt wurde, soll Houston nicht ertrunken sein. „Die Untersuchungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Deshalb können wir noch nichts sagen“, sagte Ed Winter, der stellvertretende Leiter der Gerichtsmedizin. Winter leitete in den vergangenen Jahren auch die Obduktionen von Michael Jackson und Brittany Murphy, die beide an rezeptpflichtigen Medikamenten starben.

          Die Internetseite „tmz.com“ veröffentlichte inzwischen ein Foto, das die Reste der letzten Mahlzeit Houstons zeigt. Neben einem Hamburger, Pommes Frites und einem Puten-Sandwich soll Houston, die fast 20 Jahre süchtig nach Crack, Marihuana und Alkohol war, unmittelbar vor ihrem Tod auch Bier und Champagner zu sich genommen haben. Wie Ermittler angeblich gegenüber der Familie andeuteten, könnte eine Mischung aus Beruhigungsmitteln und Alkohol zu einem Herzinfarkt geführt haben.

          Die Polizei soll Houstons Krankenakten angefordert haben, um zu überprüfen, ob die in der Hotelsuite entdeckten Beruhigungs- und Schmerzmittel legal verschrieben wurden. Laut „tmz.com“ hatten die Ermittler Pillendosen aus der Apotheke Mickey Fine in Beverly Hills gefunden, die nach Michael Jacksons Medikamententod im Juni 2009 wegen des Verdachts der „unsachgemäßen Abgabe von Rauschmitteln“ durchsucht wurde.

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