Westafrika : Staatsstreiche im Namen des Volkes

In Burkina Faso, Mali und Guinea stoßen die Staatsstreiche auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Viele Bürger dort sehen in den Putschisten Reformer und Hoffnungsträger.
Schon wieder ein Putsch in Westafrika, wieder treten finster dreinblickende Soldaten in Tarnuniform vor die Fernsehkameras und versprechen Frieden und die Rückkehr zur Demokratie. Seit Beginn dieser Woche hat auch in Burkina Faso ein Militärführer die Macht übernommen. Paul-Henri Sandaogo Damida folgt den Putschisten Assimi Goita in Mali und Mamady Doumbouya in Guinea. Die Gemeinsamkeiten sind nicht zu übersehen: Alle drei sind jung, hervorragend ausgebildet, sie besuchten elitäre Militärakademien und haben die einst gewählten Präsidenten im Alter ihrer Väter aus den Ämtern gejagt, schnell und ohne Blutvergießen.
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