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Schnee in Bayern : Viele Verkehrsunfälle, verspätete Züge

  • Aktualisiert am

Dichter Schneefall behindert die Autofahrer auf der A8 bei Irschenberg. Bild: dpa

Der dichte Schneefall in Bayern hält an. Bahnreisende brauchen dort starke Nerven, etliche Strecken sind gesperrt. Die Polizei meldet zudem zahlreiche Verkehrsunfälle.

          Die heftigen Schneefälle im Süden Bayerns gehen weiter. Bis Montag sollen am Rande der Alpen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee dazu kommen, wie der Deutsche Wetterdienst am Sonntagmorgen mitteilte. Das könne zu großen Problemen auf der Straße und den Schienen führen. Die Lawinengefahr bleibt in den betroffenen Gebieten hoch.

          Durch das Wetter kam es auch zu tödlichen Unglücken: Im Berchtesgadener Land starb eine Frau bei einem Lawinenunfall. Die 20-Jährige war am Samstag am Teisenberg mit einer Tourengehergruppe unterwegs, als sie verschüttet wurde, wie die Polizei mitteilte. Bei Bad Tölz in Oberbayern starb ein 19-Jähriger nach dem Zusammenstoß zweier Autos auf schneeglatter Straße. Vier weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt – zwei davon schwer.

          Insgesamt hat der Schneefall in der Nacht zum Sonntag viele Polizisten beschäftigt. „Wir hatten seit Samstagabend 140 Einsätze wegen heruntergefallener Äste oder liegengebliebener Autos“, sagte ein Sprecher der Polizei Oberbayern Süd am Sonntagmorgen. Weitere Verkehrsunfälle blieben überwiegend ohne Verletzte. Ähnliches meldete die Polizei für den nördlichen Bereich Oberbayerns.

          Das Präsidium Schwaben Süd/West zählte am Samstag bis zum frühen Abend 135 Verkehrsunfälle, dabei seien sieben Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Die Polizei in Franken meldete keine relevanten witterungsbedingten Unfälle - ebenso die Polizei in Niederbayern. „Bei uns hat es aufgehört zu schneien, die Straßen sind frei“, so ein Sprecher. „Das schaut alles gut aus!“

          Bahnreisende sollten in Bayern am Sonntag viel Geduld haben: Der starke Schneefall behindert den Zugverkehr vor allem im Süden und Westen von München. Etliche Verbindungen im Allgäu und zum Beispiel Richtung Garmisch-Partenkirchen sind bis auf Weiteres gesperrt.

          „Wir sind seit der Nacht mit allen verfügbaren Kräften vor Ort, um die Strecken so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Sonntagmorgen. Ihm zufolge fahren mancherorts bereits Ersatzbusse. Grund für die Sperrungen sind Bäume, die wegen der schweren Schneelast in Gleise und Oberleitungen gefallen sind.

          Wann die Strecken wieder frei sind, konnte die Deutsche Bahn noch nicht sagen. „Wir empfehlen unseren Reisenden, sich vor der Fahrt auf jeden Fall online zu erkundigen.“ Auch kurzfristige Änderungen sowie Informationen über Ausweichmöglichkeiten mit Bussen seien dort abrufbar.

          Am Flughafen München hat sich die Situation derweil normalisiert. Bislang wurden 15 Flüge wegen des Wetters gestrichen, wie eine Flughafensprecherin am Sonntagmorgen der AFP mitteilte. Am Samstag waren rund 130 Flüge ausgefallen, etwa 350 Flieger hatten eine Stunde oder mehr Verspätung.

          Auch in Österreich sorgte der Wintereinbruch für Probleme. Straßen waren gesperrt, Autos standen im Stau, Lawinen gingen ab, wie der ORF berichtete. In Bischofshofen wurde die Qualifikation zum letzten Skispringen der Vierschanzentournee wegen heftigen Schneefalls abgesagt.

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