„Ehrenmord“-Prozess : Häftling in Berlin tot in Gefängniszelle gefunden

Bei dem Mann handelt es sich Berichten zufolge um einen Bruder der 34 Jahre alten Afghanin, die im Juli 2021 getötet wurde. Zwei andere Brüder werden beschuldigt, ihre Schwester umgebracht zu haben.
Ein Neunundzwanzigjähriger ist im Berliner Gefängnis Plötzensee tot in seiner Zelle gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen gehe die Senatsjustizverwaltung von einem Suizid in der Nacht zum Freitag aus, sagte eine Sprecherin am Samstag. Es liefen aber noch Untersuchungen, um die Hintergründe zu beleuchten. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.
Der Neunundzwanzigjährige verbüßte eine Freiheitsstrafe wegen eines schweren Gewaltdelikts und befand sich seit Dezember 2020 in Haft. Seine reguläre Entlassung wäre nach Angaben der Sprecherin im März 2025 gewesen.
Nach dpa-Informationen handelt es sich bei dem Mann um einen Bruder der 34 Jahre alten Afghanin, die im Juli 2021 getötet wurde. Beschuldigt in dem Fall sind zwei andere Brüder der Frau, sie sollen ihre Schwester umgebracht haben, weil diese sich nicht den Moralvorstellungen ihrer Familie unterworfen hatte.
Die 27 und 23 Jahre alten Männer stehen wegen gemeinschaftlichen Mordes seit vergangenem März in Berlin vor Gericht.
Hilfe bei Suizidgedanken
Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Es gibt eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie – auch anonym – mit anderen Menschen über Ihre Gedanken sprechen können.
Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222.
Der Anruf bei der Telefonseelsorge ist nicht nur kostenfrei, er taucht auch nicht auf der Telefonrechnung auf, ebenso nicht im Einzelverbindungsnachweis.
Ebenfalls von der Telefonseelsorge kommt das Angebot eines Hilfe-Chats. Den Chatraum kann man auch ohne vereinbarten Termin betreten. Sollte kein Berater frei sein, klappt es in jedem Fall mit einem gebuchten Termin.
Das dritte Angebot der Telefonseelsorge ist die Möglichkeit der E-Mail-Beratung. Auf der Seite der Telefonseelsorge melden Sie sich an und können Ihre Nachrichten schreiben und Antworten der Berater lesen. So taucht der E-Mail-Verkehr nicht in Ihren normalen Postfächern auf.





