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Doch kein Mitwisser : Amokläufer von München chattete mit erfundenem Freund

Das Parkdeck, auf das der Täter Ali David S. floh. Bild: dpa

Lange war gerätselt worden, ob der Münchner Amokläufer anderen Internetnutzern von seinen Plänen erzählt hatte. Jetzt wurde bekannt: Sein Chatpartner war zu neunundneunzig Prozent ein Fake.

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          Der Amoktäter von München hat offenbar über seine Pläne in einem fiktiven Chat geschrieben. Dabei kommunizierte er mit einem Chatpartner namens „Bastian“. Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) bestätigte am Montag, dass diese virtuelle Unterhaltung „zu neunundneunzig Prozent ein Fake“ sei.

          Karin Truscheit

          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Die zweite Person ist demnach nur ausgedacht, ein möglicher Mitwisser scheidet in diesem Zusammenhang zumindest aus. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ über das Chatprotokoll berichtet. Einzelheiten über die Inhalte teilte das LKA nicht mit und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

          „Unvermeidlicher“ Anschlag

          Nach dem Zeitungsbericht soll in dem Chat von einem „Amoklauf an Salafisten in München“ die Rede sein. Dieser sei „unvermeidlich“. Zudem habe der spätere Amoktäter an all die „unschuldigen Mobbingopfer“ erinnert, die sich wegen ihrer Peiniger das Leben genommen hätten. Der Amoklauf solle die Rache dafür sein.

          In dem Chat verweist der Amoktäter demzufolge auch auf Hänseleien in der Schule. Zudem berichtet er von einem Mädchen, das er gern habe. Einmal habe er sogar an einer Bushaltestelle ihre Hand genommen, doch sie habe seine Hand nicht festgehalten. Der 18 Jahre alte Amoktäter hatte am 22. Juli in München neun Personen und dann sich selbst erschossen.

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