Filmausstatterin : Als wäre sie im falschen Film

Filmausstatterin Ernestine Hipper bekam für ihre Sets von „Im Westen nichts Neues“ den Oscar. Aber ihren Beruf würde sie nicht wieder wählen.
Wenn ich noch einmal auf die Welt käme, würde ich diesen Beruf nicht mehr wählen“, sagt Ernestine Hipper, die seit 44 Jahren Sets für Filme gestaltet. Für ihre Arbeit an dem Film „Im Westen nichts Neues“ bekam sie 2023 in Los Angeles den Oscar in der Kategorie „Best Production Design“, zusammen mit ihrem Kollegen, dem Produktionsdesigner Christian Goldbeck. Die Oberbayerin trägt eine große Brille und lockiges blondes Haar. Wenn sie über ihren Beruf spricht, erfährt man eine Seite des Filmgeschäfts, die nicht im Scheinwerferlicht steht. Sie hat in ihrem Leben unzählige Sets gebaut, historische Räume rekonstruiert, Schlachtfelder erschaffen, Kinderzimmer eingerichtet und Burgen gestaltet. Sie hat an Filmen mitgearbeitet wie „Das perfekte Geheimnis“, „Das kleine Gespenst“ oder „Krabat“, die Millionen Menschen gesehen haben. Und doch sagt sie: „Ich würde diesen Beruf rückblickend nicht noch einmal wählen.“


