Hotelfachmann in Ascot : Where is my fucking foam?
Christoph Duffner ist ein junger Koch und nach Ascot gegangen, um sich beruflich fortzubilden. Das war aufregend, lehrreich und schräg.
Meine Reise begann am Münchner Franz-Josef-Strauß-Flughafen mit dem Gate L-09 Richtung London-Heathrow“, sagt Christoph Duffner. Der 28-jährige gelernte Hotelfachmann und Koch hatte sich London für ein Jahr als Destination ausgewählt, um seine Sprachkenntnisse zu verbessern und kulinarische Vielfalt kennenzulernen. Nach einer Stunde Flug erwartete ihn sein Kollege und Freund René Blume. Den 24-jährigen Koch hatte Duffner vor vier Jahren in Hamburg kennengelernt. „Von weitem sah ich schon, wie er grinste. Als ich ihn begrüßte, sagte er nur: „Auf was haben wir uns da nur eingelassen.“ Mit dem Taxi ging es zum neuen Arbeitgeber, dem 5-Sterne-Luxushotel Coworth Park in Ascot. Das Hotelgelände erstreckt sich über 98 Hektar und verfügt über einen Wellnessbereich, Polo- und Reitplätze, Stallungen für 30 Pferde, einen Pool sowie einen Hubschrauberlandeplatz. Das Zimmer, das sie sich für die nächste Zeit teilen würden, hatte gerade mal eine Größe von drei Meter auf Meter. Es bestand nur aus zwei Betten, die in die Jahre gekommen waren, einem Schrank und einem Stuhl, „mehr ging auch nicht rein“, erinnert sich Christoph. Abends begrüßte ihn das Küchen-Team. Schnell bemerkte er, dass keiner von seinen Kollegen aus England kam. Der Großteil stammte aus Italien und Portugal.


