Anleihemärkte : Zinskurven signalisieren Rezession

Bei den Bundesanleihen liegt die zweijährige Rendite über der zehnjährigen. Die Anleger erwarten einen Abschwung. Das muss aber kein schlechtes Omen sein.
Was in den Vereinigten Staaten schon länger zu beobachten ist, hat sich in den vergangenen Wochen auch in Europa durchgesetzt: Sogenannte inverse Zinskurven bestimmen derzeit das Bild an den internationalen Anleihemärkten. Als invers werden Zinskurven dann bezeichnet, wenn die kürzer laufenden Renditen über den länger laufenden liegen. Das ist derzeit bei den Bundesanleihen der Fall, das erste Mal seit November 1990. Zweijährige Anleihen des deutschen Staats rentierten am Dienstag mit 2,107 Prozent, zehnjährige nur mit 1,902 Prozent. Inverse Zinskurven gelten an den Finanzmärkten als Rezessionssignal, das war auch 1990 bis 1992 so, als die inverse Zinskurve der Bundesanleihen die Rezession 1993 vorweggenommen hatte.


