Schäden bei Extremwetter :
Für Klimaschutz braucht es mehr als die Wärmepumpe

Archibald Preuschat
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Wer weiß, dass er in einem Überflutungsgebiet wohnt, sollte auf den Keller im eigenen Haus besser verzichten und es stattdessen auf einen Sockel stellen.
Wer weiß, dass er in einem Überflutungsgebiet wohnt, sollte auf den Keller im eigenen Haus besser verzichten und es stattdessen auf einen Sockel stellen.dpa

Sicherlich argumentieren die Versicherer auch aus geschäftlichen Interessen. Ihre Vorschläge, widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu werden, sind es trotzdem wert, umgesetzt zu werden.

Klar, so ein Keller im eigenen Haus ist schon praktisch. Im Winter werden dort die Gartenmöbel eingemottet, und dort lagert alles, was man eigentlich wegschmeißen sollte, aber nicht will. Nur ergibt ein Keller immer Sinn? Stehen die eigenen vier Wände in einem Überflutungsgebiet, dann sicherlich nicht. Viel mehr Sinn ergibt es, das Haus auf einem Sockel zu bauen und auf den Keller zu verzichten, sollte das Hochwasser doch einmal an die Tür „klopfen“.

Der Vorschlag des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) ist ebenso simpel wie im Schadensfall hilfreich. Weniger hilfreich scheint indes, dass der Branchenverband nach der Politik, den Behörden ruft, die Landesbauordnungen entsprechend zu ändern. Die Verwaltung in unserem Land ist eine träge Masse, aber der GDV weist zurecht darauf hin: Die Zeit zu handeln ist jetzt.

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Völlig zurecht weisen die Versicherer aber darauf hin, dass noch immer jeden Tag Flächen versiegelt, Baugenehmigungen für Häuser in Überflutungsgebieten ausgegeben werden. Wo sind denn da die Grünen, die auch in vielen Landes- und Kommunalparlamenten an der Macht sind? Erschöpft sich der Klimaschutz etwa beim Einbau der Wärmepumpe?

Es braucht intelligente Vorschläge und deren rasche Umsetzung. Denn die Folgen des Klimawandels werden früher oder später jeden treffen – auch in Deutschland. Das ist eine unumkehrbare Realität, und wir sollten uns besser darauf vorbereiten.

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