RWE : Enkraft erwirkt Ergänzung der RWE-Hauptversammlung

Der aktivistische Aktionär Enkraft will auf der Hauptversammlung über die schnellere Abtrennung der Braunkohle abstimmen lassen. RWE pocht auf ein geordnetes Verfahren für den Auslauf.
Der aktivistische Aktionär Enkraft ergänzt die Tagesordnung für die nächste Hauptversammlung von RWE. In der Ergänzung schlägt Enkraft den Beschluss zur schnelleren Abspaltung der Braunkohle vor. Das entsprechende Dokument hat RWE veröffentlicht. „Mit der Beschlussvorlage haben alle Investoren die Möglichkeit über die Zukunft des Braunkohlegeschäfts von RWE abzustimmen“, sagte Enkraft-Geschäftsführer Benedikt Kormaier. RWE hat längst beschlossen, die Braunkohle abzuspalten. Enkraft geht das aber nicht schnell genug.
Es sei nicht nachvollziehbar, warum Vorstand und Aufsichtsrat der RWE für eine baldige Abtrennung der Braunkohleaktivitäten bisher keinen plausiblen Plan ausgearbeitet und kommuniziert habe, heißt es in der Begründung für die Ergänzung. „Unser Anliegen ist, die Braunkohle im Einvernehmen mit der Politik und unter Abwägung aller Interessen in einem geordneten Verfahren auslaufen zu lassen“, hatte der RWE-Vorstandsvorsitzende Markus Krebber im Interview mit der F.A.Z. im Januar gesagt. Themen wie die Versorgungssicherheit, Absicherung der Mitarbeiter und Betroffenheit der Regionen könne ein Unternehmen nicht einfach ausblenden.





