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RWE-Chef Markus Krebber : „Wir brauchen russisches Erdgas und Russland braucht Devisen“

Gasempfangsstation der Pipeline Nord Stream 2 in Lubmin, Mecklenburg-Vorpommern Bild: dpa

Energiewende, Ukraine-Konflikt und Atomkraft: Markus Krebber führt Deutschlands größten Stromerzeuger RWE. Im Interview warnt er vor den Folgen, wenn die Politik nicht genug Tempo macht.

          8 Min.

          Herr Krebber, Industrie und Verbraucher stöhnen über hohe Strom- und Gaspreise. Da muss der Energieriese RWE doch gerade goldene Zeiten erleben?

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Auch uns liegt an langfristiger Stabilität und nicht an kurzfristig möglichst hohen Preisen. Für Deutschland ist es nicht gut, wenn wir Energiepreise haben, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zerstören und für die Konsumenten nicht mehr tragfähig sind.

          Können Sie Hoffnung machen, dass sich die Lage in absehbarer Zeit entspannt?

          Die geopolitische Lage, vor allem die Spannungen an der ukrainischen Grenze, macht die Märkte sehr nervös und Prognosen ungewöhnlich schwierig. Was wir zudem sehen ist, dass die Wirtschaft nach Corona kräftig angezogen hat und mit ihr die Energienachfrage. Dieser Effekt auf die Preise wird sich normalisieren. Ein weiterer Faktor ist der politische Wille, Energie über hohe CO2-Preise teurer zu machen. Das Preisniveau wird deshalb hoch bleiben, bis es genug CO2-freien Strom aus Erneuerbarer Energie gibt. Und in Deutschland sind wir drittens signifikant schneller aus Stromerzeugung ausgestiegen als wir zugebaut und neugebaut haben. Deshalb kommt es jetzt darauf an, wie schnell die Fesseln gelöst werden und wie schnell die Unternehmen investieren können. Das beste Mittel gegen hohe Preise ist der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien.

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