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Dax tritt auf der Stelle : Aktienkurs der Lufthansa im Plus

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Heckflosse einer Lufthansa-Maschine Bild: dpa

Die kriselnde Fluggesellschaft gehört am Morgen zu den Gewinnern im Dax. Das dürfte auch daran liegen, dass Großinvestor Thiele Druck auf bessere Konditionen für die Staatshilfe macht.

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          Der Aktienkurs der Lufthansa ist am Mittwoch mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent in den Handel gestartet und weitete den Gewinn schnell auf mehr als 5 Prozent aus. Damit zählte die Fluggesellschaft neben Infineon und RWE zu den Gewinnern im Dax.

          Der Großaktionär Heinz Hermann Thiele hat seinen Anteil vor der entscheidenden außerordentlichen Hauptversammlung zum Staatseinstieg auf über 15 Prozent aufgestockt. Auf Tradegate hatten die Papiere anschließend 2,5 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag.

          Thiele kritisiert in einem aktuellen Interview mit der F.A.Z., dass die Staatshilfen als alternativlos dargestellt worden seien und wirft dem Unternehmenschef Carsten Spohr vor, nicht hart genug verhandelt zu haben. Thiele will die Staatsrettung auf der Hauptversammlung zwar nicht blockieren, hofft aber, dass sich an den Konditionen des Rettungspakets noch etwas verbessern lassen könnte. Der Ansatz könnte auch Anlegern Hoffnung machen.

          Thiele könne die Konditionen der Staatsbeteiligung aus Aktionärssicht möglicherweise verbessern, sagte ein Händler. Sein Anteil könnte womöglich ausreichen, um die Zustimmung der außerordentlichen Hauptversammlung zu blockieren. So fürchte er womöglich eine erhebliche Verwässerung der Anteile der Altaktionäre durch die Beteiligung des Bundes. Andererseits laute die Alternative bei einem Nichtzustandekommen des Deals wohl Insolvenz, so der Händler.

          LUFTHANSA

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          Der deutsche Aktienmarkt insgesamt hat sich angesichts neuer Corona-Ausbrüche in Peking sowie einem Vorfall an der chinesisch-indischen Grenze nicht von der Stelle gerührt. Der Dax verharrte im frühen Handel auf einer Schwarzen Null. Auch der Konfrontationskurs Nordkoreas mit Südkorea lastet auf den Börsen: Der nordkoreanische Generalstab kündigte eine Verlegung von Soldaten in das demilitarisierte Grenzgebiet an.

          Anleger an den asiatischen Börsen haben nach den jüngsten Kursgewinnen am Mittwoch Kasse gemacht. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 22.455 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,4 Prozent ab.

          Auch in China gaben die Kurse nach. Weitere Coronavirus-Fälle in Peking stellten die Hoffnung der Anleger auf eine rasche wirtschaftliche Erholung auf die Probe, sagten Händler. „Eine ernsthafte zweite Welle von Fällen in den wichtigsten Industrieländern ist das größte Risiko, dem die Aktienmärkte ausgesetzt sind“, sagte Shane Oliver, Leiter der Anlagestrategie beim Fondsmanager AMP Capital. Sollte diese aber mit weniger Druck auf die Gesundheitssysteme und einer geringeren Todesrate verbunden sein, sei es unwahrscheinlich, dass die Börsen so unter die Räder geraten wie im März. Düstere Stimmung verbreiteten auch Konjunkturdaten aus Japan. Dort brachen die Exporte im Mai wegen der schwächelnden Nachfrage aus den Vereinigten Staaten so stark ein wie seit der globalen Finanzkrise 2009 nicht mehr. Sie fielen um 28,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Ökonomen hatten einen nicht ganz so starken Rückgang von 26,1 Prozent vorhergesagt.

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