Shakespeare in Oberammergau :
Was frisst er, dass er so groß geworden ist?

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Dieses Stück lockte jede Menge Publikum nach Oberammergau, das für den Sommer geplante nicht: Szene aus der „Julius Caesar“-Inszenierung von Christian Stückl.
Dieses Stück lockte jede Menge Publikum nach Oberammergau, das für den Sommer geplante nicht: Szene aus der „Julius Caesar“-Inszenierung von Christian Stückl.Arno Declair

Keine leichte Kost, um ein Massenpublikum anzulocken: Hausherr Christian Stückl inszeniert am Passionstheater Oberammergau Shakespeares „Julius Caesar“. Die Verweise auf aktuelle Figuren der Zeitgeschichte sind überdeutlich.

Wer glaubt, mit Sommertheater sei eine gewisse Leichtigkeit gemeint, wird in Oberammergau eines Besseren belehrt. Hausherr Christian Stückl hat im Passionstheater theatergeschichtlich schweres Geschütz aufgefahren, Shakespeares „Julius Caesar“, garantiert humorfrei, stattdessen die ganz großen Fragen von der Rampe vor und nach einem Tyrannenmord. Sehr klassisch, sehr heutig. Die Verweise auf aktuelle Figuren der Zeitgeschichte sind überdeutlich: Der überlange rote Tisch, der an Putins Distanzmöbel denken lässt, die Garde des Diktators trägt Phantasieuniformen, irgendwo zwischen italienischem Faschismus und französischen Flics.

FAZ

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