Zum Tod Rolf Zehetbauers :
Bei ihm stimmte selbst die letzte Türklinke

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Filmarchitekt bei der Arbeit: Rolf Zehetbauer 1991 in den Bavaria Filmstudios in MünchenINTERFOTO

Der Filmarchitekt Rolf Zehetbauer erhielt für sein Kulissendesign in „Cabaret“ einen Oscar. Hollywood liebte seine detailverliebte Arbeit – ein Nachruf.

Filmkulissen sind einer jener Kunstbestandteile, die für ein Gesamtwerk essenziell sind, allein aber überhaupt nicht funktionieren könnten. Das wusste auch der Filmarchitekt Rolf Zehetbauer. Als er 1973 in Los Angeles den Oscar als bester „Production Designer“ entgegennahm, gelang es ihm in gerade einmal 20 Sekunden Redezeit, sowohl Regisseur Bob Fosse als auch Kameramann Geoffrey Unsworth für die Zusammenarbeit am Musicalfilm „Cabaret“ zu danken. Für den Film hatte er das Berlin der frühen dreißiger Jahre aufleben lassen. In Hollywood schätzte man die Arbeit des gebürtigen Bayern, obwohl er den Ruf amerikanischer Studios immer wieder ausschlug. Er hatte es nicht nötig, sich irgendwo zu bewerben, die internationalen Produktionen kamen zu ihm.

FAZ

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