Theaterstück „Intervention!“ : Grünkohl im Kopf

Wo soll das alles enden? Sven Regener und Leander Haußmann wagen eine tragikomische „Intervention!“ in Hamburg, die tief aus der Theatergeschichte schöpft und immer absurder wird.
Das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn zu verbinden mit einem traditionellen norddeutschen Grünkohlessen scheint auf Anhieb überzeugend, ja rührend: „Komm nach Hause, min Jung, iss dich satt und nimm ordentlich Pinkel, alles ist vergeben“ – in etwa so? Nein, was der Musiker und Romanautor Sven Regener sich mit dem Regisseur Leander Haußmann für ein gemeinsam verfasstes Theaterstück ausgedacht hat, garantiert noch kein Happy End. Das Grünkohlessen soll erst zu der Läuterung führen, die im Gleichnis vor der Heimkehr liegt, und zwar durch eine „Intervention“, die dem Stück seinen Namen gibt, mit Ausrufezeichen. Damit ist zugleich eine Verbindung zur Psychiatrie hergestellt: Die Krisenintervention dient hier im Notfall einer Abwendung von Selbst- oder Fremdgefährdung.


