Dominik Grafs „Hanne“ bei Arte : Endlich leben lernen

Mitgenommen ins Offene: In Dominik Grafs „Hanne“ spielt Iris Berben eine Sekretärin, die nicht weiß, wie viel Zeit ihr noch bleibt.
Vier Minuten nimmt sich der Arzt, Dr. Hamed (Mohamed Achour), Zeit für seine Patientin Hanne Dührsen (Iris Berben). Vier Minuten Filmzeitverlauf, vier Minuten Restlebenszeit – mit Worten, denen der Kontrollverlust eingeschrieben ist. Die Sachlage ist unsicher, aber nüchtern betrachtet klar. Auffälligkeiten in ihrem Blutbild, die geplante Bagatelloperation fällt aus. Proben müssen im Labor reifen, bevor Konkreteres gesagt werden kann. Das braucht ein ganzes Wochenende. Montag wird man weitersehen. Bis dahin: bloß keine Internetrecherche über Leukämie. „So schnell wird nicht gestorben.“


