TV-Kritik „Anne Will“ : Wenn David und Goliath die Rollen tauschen

Die Debatte um Diesel-Fahrverbote und die Grenzwerte erhitzt die Gemüter. Bei Anne Will zeigt sich, dass die etablierte Schlachtordnung zwischen Politik, Umweltverbänden und kritischen Wissenschaftlern nicht mehr existiert.
Als die Umweltbewegung in den Kinderschuhen steckte, hatte sie ein zentrales Problem: In der etablierten Wissenschaft fand sie kaum jemanden, der ihre Anliegen ernst nahm. Das war in der Energiepolitik besonders gut zu beobachten. Dort hatte sich bis Anfang der 1970er Jahre ein Konsens von Politik, Wirtschaft und Wissenschaftlern zum Ausbau der Atomenergie entwickelt. Gegenstimmen gab es kaum noch. Das änderte sich als sich in der Umweltbewegung mit Unterstützung kritischer Wissenschaftler eine Gegenöffentlichkeit artikulierte. Plötzlich traf der Experte auf den Gegenexperten, der dessen Annahmen nicht mehr einfach akzeptierte.





