„One Piece“ als Realserie :
Netflix’ jüngster Goldesel sticht in See

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Auf der Suche nach dem legendären Piratenschatz: Iñaki Godoy als Monkey D. Ruffy und Emily Rudd als Crewmitglied Nami in der Netflix-Serie „One Piece“
Auf der Suche nach dem legendären Piratenschatz: Iñaki Godoy als Monkey D. Ruffy und Emily Rudd als Crewmitglied Nami in der Netflix-Serie „One Piece“Netflix

Von einem Piraten, der nicht schwimmen kann und anderen Freaks auf See: Netflix hat „One Piece“, den meistverkauften Manga aller Zeiten, mit echten Schauspielern verfilmt. Und das sieht sogar gut aus.

Ist Netflix denn gar nichts heilig? Als der Streamingdienst Mitte Juni mit einem Live-Action-Trailer des japanischen Comicepos „One Piece“ aufwartete, war der Aufruhr groß. Bisherige Versuche, japanische Comics (genannt Manga) in Filme und Serien mit Schauspielern umzusetzen, sind bei Netflix in den letzten Jahren reihenweise gefloppt. Von „Death Note“ (2017), einem verhunzten Fantasy-Horror-Thriller, der einer umwerfend spannenden Mangareihe aus den frühen Zweitausendern jeden Reiz raubte (und damals bereits eine gelungene Realverfilmung hatte), bis hin zu „Cowboy Bebop“ (2021), einem Science-Fiction-Zeichentrick aus den späten Neunzigern, den es, kurz gesagt, einfach nicht gebraucht hätte als reale Adaption, weil sie es nicht schafft, dem Stoff irgendetwas hinzuzufügen (und folgerichtig nach einer Staffel wieder abgesetzt wurde). Aber statt das Material ruhen zu lassen, das sich aller Erfahrung nach nicht für Neuauflagen mit echten Schauspielern eignet, tut Netflix, was es am besten kann: Mehr Geld lockermachen und einen weiteren Versuch starten – und dabei auch vor dem Heiligsten des Genres nicht zurückschrecken.

FAZ

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