Dok.fest in München :
Losgelöst von Äußerlichkeiten

Von
Jörg Seewald
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Der Film „Nawalny“ eröffnete das Festival in München: Alexej Nawalny und seine Frau Julia
Der Film „Nawalny“ eröffnete das Festival in München: Alexej Nawalny und seine Frau JuliaDCM

Hinter den Konflikten liegt so viel Welt verborgen: Die Filme auf dem Münchner Dok.fest erzählen von Unrecht, wildem Tanz und Vulkanen.

Die Weisheit, wonach das Leben selbst die besten Geschichten schreibt, scheint sich auch im Fernsehen durchzusetzen. Hatten Dokumentarfilmer in der Vergangenheit vor allem Redebedarf, weil sie sich in den versteckten Nischen der Senderplanung wiederfanden so kündigt sich gerade ein Boom an, den so kaum jemand erwartet hatte. Verblüfft stellt der Leiter des Münchner Dok.fests, Daniel Sponsel, zwei Tage vor Ende des Festivals fest, dass sich RTL vor seinen Augen einen Bieterwettstreit mit den öffentlich-rechtlichen Sendern lieferte und am Ende siegte. Die Beute: Der Dokumentarfilm „Nawalny“, der das Festival eröffnet hatte und nun ständig ausverkauft ist, „obwohl wir mit dieser Doku die größten Säle bespielen. Schade, dass das Zeitfenster für die Kino-Auswertung sehr klein ist“, sagt Sponsel. RTL zeigt „Nawalny“ schon am 1. Juni auf RTL+ und am 6. Juni bei ntv.

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