Kinofilm „Hamnet“ : Der Rest ist Schweigen

Fragwürdig als These, stark als Kino: „Hamnet“ vergreift sich an William Shakespeares Familiengeschichte – und fasziniert trotzdem. Regisseurin Chloé Zhao findet eine Bildsprache, die stärker ist als Worte.
Die Prämisse von „Hamnet“ ist eine kunsthistorische Zumutung. Shakespeares vielleicht größtes Werk soll sich aus dessen Familiengeschichte ableiten lassen, und zwar aus einer fiktionalisierten, denn über das Leben des 1564 geborenen Dichters ist nur bruchstückhaft Verlässliches bekannt. Frecher lässt sich ein Stoff kaum anfassen. Chloé Zhaos Film wagt es trotzdem.
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