Francis Ford Coppola wird 80 : Der Einzige, von dem der Pate sich etwas sagen lässt

Erst Assistent beim Billigfilm, dann Erneuerer des teuren Kinos: Francis Ford Coppola wollte immer lieber Kunstfilme als Mafiosistreifen machen. Seine Herkunft half ihm bei seinem größten Projekt.
Beinahe hätte Francis Ford Coppola den wichtigsten Film seines Leben nie gedreht. „Sie wollen, dass ich Regie für diesen Müll führe“, sagte er seinem Vater nach dem Treffen bei Paramount. Mit „dieser Müll“ war die Adaptation von Mario Puzos Mafia-Krimi „Der Pate“ gemeint, ein Buch von geringem Wert für die Literaturkritik, aber mit hohen Verkaufszahlen. Der Flötist Carmine Coppola hörte sich das Gejammer seines Sohnes darüber an, dass der lieber Kunstfilme und keine Mafiosistreifen machen wolle, und gab ihm den Rat, das Geld zu nehmen und aus dem Projekt sein eigenes Ding zu machen. Die 125000 Dollar waren für Coppola, dessen drittes Kind gerade auf dem Weg war, ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte.


