Filmklassiker „Mulholland Drive“ :
Zeit zum Aufwachen

Lesezeit:
Naomi Watts (links) und Laura Elena Harring
Naomi Watts (links) und Laura Elena Harringddp

David Lynchs Meisterwerk „Mulholland Drive“ übersetzt den Traum seiner Heldin in Kinobilder. An seinen Rätseln haben sich viele die Zähne ausgebissen. Dabei muss man nur genau hinsehen, um alles zu verstehen.

Zwei Frauen in Hollywood, ein Filmset, ein blaues Kästchen, ein langer Schlüssel in Dreiecksform, ein Nachtclub namens „Silencio“, ein Mann mit Cowboyhut. Das ist der Stoff für eines der größten Kinorätsel unserer Zeit. Alle Filme und Serien des vor drei Wochen gestorbenen David Lynch fordern den Zuschauer heraus, ihre Zeichen zu lesen, aber keiner hat so viele Deutungsversuche, Seminararbeiten und Internetkommentare auf den Plan gerufen wie „Mulholland Drive“ von 2001. Allein die Interpretationen, die man auf Youtube abrufen kann, übertreffen die Länge des Films um ein Vielfaches, und wenn er nicht schon zum besten Spielfilm des 21. Jahrhunderts gewählt worden wäre, müsste man ihm jetzt, nach dem Tod des Regisseurs, endgültig ein Denkmal setzen.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.