Berlinale-Wettbewerb : Das Plappern des Hippopotamus

Im Kino kommt es nicht nur darauf an, was man sieht, sondern auch auf das, was man hört. Das zeigen Beiträge aus Frankreich, Österreich und Italien im Wettbewerb der Filmfestspiele.
Wenn drei oder vier Filme auf einem Festival gemeinsame Eigenheiten aufweisen, erkennen manche eine Trend. So gesehen ist die Berlinale das Festival der erfundenen Stimmen. In Nelson Carlo Arias’ Wettbewerbsbeitrag „Pepe“ spricht ein Nilpferd zu den Zuschauern, in Mati Diops „Dahomey“ ist es die Holzstatue eines Königs aus dem im Hochkolonialismus untergegangenen westafrikanischen Reich Dahomey. In Bruno Dumonts „Star Wars“-Persiflage „L’Empire“ (F.A.Z. vom 19. Februar) ist es ein fliegender schwarzer Pudding, der im weiteren Verlauf die Gestalt des Schauspielers Fabrice Luchini annimmt, und in Piero Messinas Science-Fiction-Melodram „Another End“ reden die Stimmen Verstorbener aus den Körpern bezahlter Honorarkräfte, mit deren Hilfe die trauernden Hinterbliebenen ein paar Wochen lang Abschied von ihren Lieben nehmen können.


