Wiener „Tatort“ : Sie haben die Seuche

Der erste „Tatort“ nach der Sommerpause kommt aus Wien. Die beiden Kommissare haben es mit einem tödlichen Erreger zu tun. Der Film aber ist infiziert mit Moralismus. Da bleibt vom Krimi wenig.
Zurück aus der Sommerpause – und gleich infiziert mit Moralismus. Der Wiener „Tatort“, der den Auftakt in die neue Saison machen darf, beginnt, das ist vielversprechend und bildstark, weit entfernt von Deutschland. Es sind dramatische Bilder schweißgetränkter, sterbender Menschen und schreiender Ärzte aus einer Krankenstation in Guinea, die uns die Regisseurin Barbara Eder zumutet, bevor sie ihren Film die erste kleine Klippe hinabstößt ins Plänkelseichte. Das stets gefühlsecht frotzelnde Quasi-Ehepaar Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) vollführt eng umschlungen einen ulkigen Purzelbaumkampf in einer Turnhalle: ein Fitnesstest. Um deren Fitness stehe es schlecht, konstatiert Chef Ernstl (Hubert Kramar). Wir dürfen wetten, dass das zum Problem wird.





