Apple-Serie „John Sugar“ : Einer, der mit Stäbchen Fliegen fängt

In „John Sugar“ spielt Colin Farrell einen Privatdetektiv, der in Wahrheit etwas ganz anderes ist. Die Serie ist feinsinnig, verschachtelt, gespickt mit Filmzitaten. Eine wunderbare Hommage ans Kino.
Manchmal lohnt es sich im amerikanischen Fernsehen, ein bisschen Geduld zu haben mit Serien, die ziemlich geschwollen daherkommen – so zum Beispiel „John Sugar“. Der Titelheld (Colin Farrell) firmiert unter diesem Namen als Privatdetektiv, der verschwundene Menschen wieder aufspürt. Sugar fährt ein himmelblaues Corvette Stingray Cabrio von 1966, er spricht Arabisch, Deutsch und Französisch, und er kann mit Stäbchen Fliegen fangen. Er trägt Maßanzüge, abonniert Filmfachzeitschriften wie die „Cahiers du Cinéma“ und liegt mit sich selbst im Clinch. Immer wieder raunt er aus dem Off Monologe wie: „All diese Gewalt. Ich mache das hier schon so lange, dass ich mich dran gewöhnt habe. Mir ist klar, was das über die Welt sagt, aber ich frage mich, was es über mich sagt.“


