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Stierkampf : Jeder Kampfstier hat einen Namen und eine Geschichte

Tanz mit dem Stier: Festival San Fermines in Pamplona, Juli 2022 Bild: dpa

Er hat schwerste Hornverletzungen überlebt und kann doch nicht von den Stieren lassen: Ein Gespräch mit dem spanischen Matador Saúl Jiménez Fortes.

          8 Min.

          Sie sind 32 Jahre alt und haben Ihr bisheriges Leben mit Kampfstieren verbracht. Schon Ihre Mutter war Stierkämpferin. Eine stärkere Verbindung ist kaum vorstellbar.

          Paul Ingendaay
          Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin.

          Für mich war das die Normalität. Ich kann mich nicht einmal daran erinnern, wann ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Stier gesehen habe. Ich muss ein Baby gewesen sein.

          Wann war Ihnen klar, dass Sie auch in diese Welt eintreten würden?

          Irgendwie war ich schon immer darin. Mein Vater arbeitet als Unternehmer ja auch auf diesem Feld, er hat eine kleine Stierzucht, und als Kind habe ich in der Arena Sitzkissen verkauft oder am Ticketschalter ausgeholfen. Dass es mein Beruf werden würde, begriff ich mit vierzehn, fünfzehn, als mein Vater Manager eines Toreros wurde und mich die ganze Sache wieder enorm anzog. Aber ich tat es nicht so sehr, um einen Beruf zu ergreifen. Ich tat es, um das tun zu können, was ich am allerliebsten tat. Das ist ein Unterschied.

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