„Die Moderne im Zoo“ : Hinter tausend Stäben keine Welt?
Eingebung durch Exotik: Das Franz-Marc-Museum in Kochel untersucht das Verhältnis der modernen Malerei zum Zoo als Inspirationsquelle.
Der spätere Namensgeber des Museums war ein großer Freund von Zoos. 1907 entdeckte Franz Marc den Berliner Tiergarten für sich, zeichnete Bären, Seeadler, Flamingos, Löwen, Elefanten, schrieb seiner späteren Ehefrau Maria Franck, er empfinde den Zoo als „voll des Wunderbaren, voll ,Geist‘.“ Zwei Jahre später malte er Hanni und Schlick, Rehe, die er in seinem Garten in Sindelsdorf hielt und die Maria und er wie Kinder umsorgten. Sein berühmtes Bild „Affenfries“ von 1911 zeigt eine Gruppe von Makaken. Ob er eine solche im Münchner Tierpark Hellabrunn gesehen hat, der im gleichen Jahr eröffnet wurde, ist nicht bekannt.


