Kinoflilm „Infinity Pool“ : Der Klon der Angst

Selbst die Idee „Auge um Auge“ lässt sich mit Geld betrügen: „Infinity Pool“ von Brandon Cronenberg im Kino
Nichts ist, wie es scheint in Li Toqla. Das macht eine Kamerafahrt gleich zu Beginn von „Infinity Pool“ deutlich. Im gleißenden Sonnenlicht, das diesen fiktiven Ort irgendwo zwischen dem mediterranen Raum und den Tropen ansiedelt, liegt ein Luxusresort: weiße Sonnenschirme, makellose Liegen am Pool, dahinter glitzerndes Meer. Dann kippt das Bild, steht kopf, während die Kamera drohnengleich über einem Tennisplatz schwebt und sich dann dem Meer und einem Zypressenhain vorm Strand zuwendet. Diese Bilder in schwindelerregender 360-Grad-Drehung stellt Regisseur Brandon Cronenberg gleichsam als Warnung seinem Film voran, denn die nächsten 118 Minuten zeigen eine Welt, hinter deren Hochglanzfassade Abgründe lauern.
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