Salzburger Festspiele :
Fünf Wochen Welterklärung

Ein Kommentar von Jürgen Kesting
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Das Direktorium der Salzburger Festspiele: Lukas Crepaz, Kristina Hammer und Markus Hinterhäuser (v.l.)
Das Direktorium der Salzburger Festspiele: Lukas Crepaz, Kristina Hammer und Markus Hinterhäuser (v.l.)© SF / Peter Rigaud

Das Direktorium der Salzburger Festspiele macht in seiner Programmankündigung große Worte. Was soll damit eigentlich gesagt werden?

„Die Worte sind von hohem Sinn“, sagt der Priester, wenn Tamino auf der Suche nach „der Lieb und Tugend Eigentum“ an die Pforten des Weisheitstempels pocht. Von noch höherem Sinn sind die Worte, mit denen die Besucher der diesjährigen Salzburger Festspiele vom 18. Juli an empfangen werden. Das Direktorium verspricht, dass in den Wochen mit hoher und schöner Kunst eine Antwort auf „die große philosophische Frage nach der Willensfreiheit des Menschen oder der schicksalhaften Determiniertheit unseres Handelns“ gesucht werde. Es sei eine Frage, der „wir auch in der Ouvertüre spirituell nachspüren“ – in einer Serie von zwölf Konzerten, in denen es um das Fatum geht oder den Timor Dei oder das Offizium der Finsternis oder Mahnungen der Kassandra.

FAZ

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