Ein Anarchist in allen Dingen: Der österreichische Schauspieler und Kabarettist Helmut Qualtinger war ein Titan seines Faches. Sein Freund André Heller hat ihm zum fünfundzwanzigsten Todestag ein Filmporträt gewidmet.
„Der Mann mit dem Fagott“, ein Zweiteiler nach dem Lebensroman von Udo Jürgens, ist trotz einiger Schwächen ein großer Fernsehfilm. Er verbindet die Biographie des Sängers mit der schier unglaublichen Geschichte seiner Familie.
Im Deutschen Bundestag wird heute auch von Solidarität die Rede sein. Aber interessieren sich die Deutschen überhaupt noch für ihre Nachbarn? Wer gestern Anne Will gesehen hat, muss seine Zweifel haben.
Anhänger der kurdischen Arbeiterpartei PKK sind am Mittwoch in eine Redaktion des Fernsehsenders RTL eingedrungen. Sie verlangten, dass ihre Forderung nach Freilassung des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan gesendet werde. Am Abend räumte die Polizei das Gebäude.
Andreas Bartl gibt die Geschäftsführung von Sat.1 ab. Er meint, der richtige Zeitpunkt sei da und der richtige Nachfolger auch. Der muss allerdings ohne die Champions League auskommen.
Tolle Tage beim MDR: Ein Intendant wird nicht gewählt, ein Unterhaltungschef steht unter Verdacht, ein Preis namens „Goldene Henne“ wird verliehen. Wofür? Ein großes Federlesen wäre angebracht.
ARD und ZDF haben ihre Finanzwünsche für 2013 bis 2016 angemeldet. Die ARD nennt einen „Mehrbedarf“ von 900 Millionen Euro. Eine Gebührenerhöhung soll es aber nicht geben - vorerst.
Bei Frank Plasbergs „Hart aber fair“ geht es um den Euro und um Griechenland. Am Ende weiß man nicht einmal mehr, worüber der Bundestag jetzt eigentlich abstimmt. Nicht nur das europäische Finanzchaos ist perfekt
Verletzte Seelen: Johannes Fabrick erzählt in seinem ZDF-Film „Ich habe es Dir nie erzählt“ von den Problemen einer Patchwork-Familie. Barbara Auer überzeugt als alleinerziehende Mutter einer Vierzehnjährigen.
Bei ihrem Auftritt in der neuen Talkshow von Günther Jauch versuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Richtlinienkompetenz unter Beweis zu stellen. Ihre Aussagen richteten sich nicht zuletzt an die Abgeordneten der Koalitionsfraktionen. Hat ihr der Auftritt geholfen?
Am diesem Freitag statt wie üblich am Sonntag läuft nun der Polizeiruf-Krimi. Dem Hauptdarsteller leuchtet das nicht ein, auch wenn er selbst Vater ist.
So fällt der Abschied von Charlie Sheen leicht. Ashton Kutcher ist der neue Hauptdarsteller der Serie „Two and a Half Men“, und macht eine so gute Figur, dass man den alten gar nicht vermisst.
Dominique Strauss-Kahn gab dem französischen Fernsehsender Tf1 ein bizarres Interview. Hier bestimmte er die Dramaturgie der medialen Inszenierung. Beim Zuschauer bleibt ein ungutes Gefühl.
In Frankreich entsteht ein ARD-Film über Erwin Rommel. Die Nachfahren kritisieren das Drehbuch. Aber ihr Protest zielt an der historischen und filmischen Wahrheit vorbei.
Die ARD hat ein neues Spätabendprogramm. Das kennt nur ein Genre - die Talkshow. Und die Talkshows kennen nur eine Farbkombination, sie reicht von sanftem Rot bis zu dezentem Blau.
Voller Akku: Harald Schmidt strotzt im Sat1-Auftakt vor Energie, weshalb er manchen müden Gag locker zu überspielen vermag. Aber nur wer volles Risiko spielt, entkommt der Langeweile.
Günther Jauchs Premiere im Ersten löst keine Revolution aus. Aber die Sendung könnte tatsächlich die beste Talkshow im Ersten werden. Ansätze sind erkennbar, den vorab formulierten Unkenrufen zum Trotz.
Ein bizarrer Kontrast: Über Kopfhörer hörte er das Chaos in der Regie, im Studio war es Totenstill. Auch der Zuschauer hörte nur ihn. Peter Kloeppel über die siebeneinhalb Stunden auf Sendung.
Immer wieder brachte jemand neue Meldungen. Diese Meldungen selbst seriöser Agenturen konnten aber falsch sein. Ulrich Wickert über seine Unsicherheiten und Ängste am 11. September 2001.
Der Heilsbringer naht und sieht sich einer „übernatürlichen Erwartungshaltung“ ausgesetzt: Die ARD hat die neue Talkshow mit Günther Jauch vorgestellt, die vom kommenden Sonntag an aus dem sanierten Gasometer in Berlin-Schöneberg übertragen wird.
Die Talkshow-freien Abende in der ARD haben ein Ende: Warum werden junge Deutsche zu Terroristen? Bei Reinhold Beckmann trafen sich ein Vater, eine Mutter und ein Sozialforscher, um eine Antwort zu finden. Die FAZ.NET-Frühkritik.
The Show must go on? Harald Schmidt und sein Produzent Fred Kogel erklären den Wechsel zu Sat.1 und verraten, warum die Late Night das wirksame Gegenprogramm zum Talkshow-Boom ist.
Der Angriff auf die Tanklaster bei Kundus im September vor zwei Jahren war die folgenreichste militärische Einzelhandlung in der Geschichte der Bundeswehr. Sie führte vor Augen, was es bedeutet, eine Armee in den Krieg zu schicken. Das zeigt jetzt ein Film im ZDF.
Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 ist nichts mehr, wie es war. Doch das liegt nicht nur an Usama Bin Ladin und Al Qaida. Amerika und der Westen insgesamt sind in eine Falle nach der anderen getappt, meint Stefan Aust. Sein ARD-Film beweist es.
Arte befasst sich heute Abend mit der weiter zurückliegenden Vorgeschichte von Nine/Eleven. In dem dicht gearbeiteten Dokumentarfilm von Fabrizio Calvi und Jean-Christophe Klotz geben ehemalige CIA-Agenten Auskunft über ihre Tätigkeit in den Jahren nach 1979.
Auf einer Sondersitzung des Rundfunkrats hat der Mitteldeutsche Rundfunk die fristlose Kündigung seines Unterhaltungschefs Udo Foht wegen des groben Verstoßes gegen Dienstanweisungen bekannt gegeben.
„Dreileben“ heißt der Ort, an dem Dominik Graf, Christoph Hochhäusler und Christian Petzold eine Geschichte in drei Teilen erzählen. Um Liebe, Hass und Tod geht es. Und um die Frage, wie man das Medium Fernsehen in Hochform bringt.
Alte Puppen, scharfe Hunde und Anarcho-Aktionen: Bei ZDFneo dürfen sich Fernsehmacher im neuen Format „TV Lab“ austoben, die Zuschauer sollen entscheiden, was sie sehen wollen.
Die Gerichtsmedizinerin Megan Hunt aus der Pro Sieben Serie „Body of Proof“ lebt für die Karriere. Hoffentlich lässt die Männerwelt sie schön weiterschuften.
Das ZDF will sein Rollator-Image ablegen und zeigt in seinem nur partiell empfangbaren Kanal „ZDFKultur“ drei nächtliche Stunden lang Computerspielsport. Der erweist sich als durchaus fernsehtauglich. Aber nicht so.
Der neue „Polizeiruf“ aus Bayern ist ein funkelndes Meisterwerk, ein Krimi, an dem alles stimmt. Nur dass der zweite Fall mit Matthias Brandt und Anna Maria Sturm verschoben wird, trübt das Vergnügen.
Die ARD schenkt Fritz Wepper zum siebzigsten Geburtstag einen Film, in dem er Derrick spielen darf. Den Machern der Krimikomödie „Lindburgs Fall“ geht es aber weniger um eine Hommage, als um die Quote.