FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Debatte um KI-Nutzung :
Diesen Text hat ein Mensch geschrieben. Na und?

Gastbeitrag
Von
Erik Schilling
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Auch mit der Schreibmaschine musste man einst leben lernen.
Auch mit der Schreibmaschine musste man einst leben lernen.Getty

Seit KI sich ausbreitet, wird „menschliche Autorschaft“ vielerorts zum Gütesiegel erklärt. Doch wollen wir wirklich schlechtere Texte lesen, solange sie nur von einem Menschen geschrieben sind? Es sollte um anderes gehen.

Am 25. Februar 1980 wurde der französische Literatur- und Kulturtheoretiker Roland Barthes in Paris von einem Transporter überfahren; wenige Wochen später starb er an seinen Verletzungen. Doch der eigentliche „Tod des Autors“ erfolgte bereits 1967, als der noch lebende Barthes einen Essay mit diesem Titel veröffentlichte. Darin vertrat er die These, dass nicht der Autor für die Interpretation eines Werkes entscheidend sei – etwa indem man dessen Intention rekonstruiere. Stattdessen gelte es, den Text selbst in den Blick zu nehmen, beispielsweise hinsichtlich seiner intertextuellen Vernetzung.

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