James Baldwin : Radikalität der Liebe

James Baldwin wird in Harlem mit einer Ausstellung über seine Entwicklung als Autor und politischer Intellektueller gefeiert. Ein Hip-Hop-Album stellt seine Gedanken in neue Zusammenhänge.
„Ich stehe am Fluss, halte du meine Hand, lenke meine Schritte, geleite mich heim, mein Gott.“ Es ist James Baldwins Stimme, die vom Band im noch dunklen Saal des Schomburg Center in Harlem zu hören ist. Er singt das Spiritual „Precious Lord“, weich klingt das, zärtlich wie ein Wiegenlied. Das Auditorium ist voll, nicht alle haben bei der Feier zum hundertsten Geburtstag des Schriftstellers einen Sitzplatz bekommen, zuvor standen die Menschen bis um den Block an der 135. Straße Schlange. Gegenüber wurde Baldwin 1924 im Harlem Hospital geboren.
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