Claus Klebers Doppelmoderation : Falsches Ich

Gelegentlich vergessen Fernseh-Moderatoren, dass sie sich nicht durchweg als Träger von Volkes Stimme eignen. Das ist jetzt auch Claus Kleber beim Thema „Managergehälter“ unterlaufen.
Guten Abend! Im Leben bekommt man nicht, was man verdient, man bekommt, was man aushandelt!“ Mit diesen Worten begrüßte Claus Kleber, der smarte Frontmann des „heute journals“, unlängst seine Zuschauer. Das Topthema war einmal mehr die ewig wiederkehrende SPD-Initiative, Managergehälter zu begrenzen, und Kleber sprach in seiner Anmoderation mit belegter Stimme von zwei auseinandergefallenen Welten (als hamlethafte Variante zur inzwischen wohl stilistisch etwas eingerosteten „klaffenden Schere“): Die einen, so Kleber, würden ihr Einkommen nur daran messen, was sie jeden Monat bezahlen müssen, „Miete, Versicherung, Essen, Kleidung“. Während die anderen, die „auf der Pyramidenspitze“, sich längst nicht mehr an täglichen Bedürfnissen orientierten, sondern nur noch an dem, was andere Topverdiener bekämen.






