Jazzpianist Tigran Hamasyan : Der Klang von Zugvögeln und Satellitenschüsseln

Tigran Hamasyan experimentiert mit Elementen aus Rock, Hiphop, volkstümlicher und sakraler Musik. Dass er mit dieser sonderbaren Jazz-Fusion weltweiten Erfolg hat, liegt auch an seiner Heimat Armenien.
Ein Hauch von pop-ikonischer Selbstinszenierung steckt auch in diesem Jazzpianisten. Das Musikvideo zu „The Cave of Rebirth“ präsentiert ihn in schwarzem Gewand und gelben Schuhen durch eine Fabrikhalle schreitend, wo er sich, die dunklen Augen unverwandt in die Ferne gerichtet, an einem Flügel niederlässt, um dann durch sein Spiel einen gigantischen, außerirdisch anmutenden Klangkörper emporwachsen zu lassen. Für Fototermine trägt der Pianist schwarze Sonnenbrillen und Dreitagebart, auf Facebook begrüßt er seine 73 000 Abonnenten mit „Hey Folks“, und wenn ein Konzert in Schweden bevorsteht, kündigt er sich seinen Fans mit einem Videoporträt an, in dem er die schwedischen Musiker würdigt, die seine Arbeit geprägt haben.





