Jens Ullrich verschenkt Kunst : Blinder Auktionismus

Eine unendliche Menge von Ausstellungen, die jeder bei sich daheim installieren kann: Jens Ullrich stellt seine Bilder allen Interessenten kostenlos zur Verfügung.
Der Menschheit wird eher die Munition ausgehen als die Kunst. Geld hat bekanntlich eine Mittelstellung zwischen beiden inne; der internationale Zahlungsverkehr ist einerseits eine Waffe, andererseits aber auch Quelle vieler Vorstellungen von eher phantastischer als realistisch-strategisch-taktischer Art. Wie Kunst in einer Geldwelt ihren Wert setzt und wer wann wo diesen Wert schätzt, hat die Hirne schon verwirrt, bevor an digitalen NFT-Firlefanz auch nur zu denken war. Theorien darüber sind leicht zu haben (kaum ein Kunstwerk ist billig wie sie), aber meist schwer zu glauben, abgesehen von den allerrobustesten: „Der Wert, den Kunstwerke, indem sie Zeit brauchen, sicherlich haben, ist, gleich dem Wert aller geschickten Arbeit, nicht wägbar, allenfalls ahnbar. Es lohnt die Mühe, ihn herauszufinden, nicht; das Kunstwerk wäre nicht minder teuer, wenn es gar keinen Wert hätte“, sagt sehr richtig Peter Hacks.


