
Neuer „Reckless“-Band : Cornelia Funke folgt der silbernen Fährte

Dass Wesen wie die Gefährtin ihres Titelhelden, die mal als Fuchs und mal als Menschenfrau erscheinen, in Japans Erzähltradition präsent sind, wusste Cornelia Funke zunächst nicht. Im vierten „Reckless“-Band hat sie diese Lücke geschlossen.
Als sie vor zehn Jahren mit „Reckless – Steinernes Fleisch“ den ersten Band einer neuen Romanserie veröffentlichte, die zu einem erheblichen Teil in einer Parallelwelt voller Märchenmotive spielt, da sei ihr die kulturelle Konnotation einer ihrer Hauptfiguren nicht recht klar gewesen, sagt Cornelia Funke. Denn die liebenswerte Gestaltwandlerin namens Fuchs, Gefährtin des Schatzsuchers Jacob Reckless, der aus dem New York unserer Zeit stammt und jene Märchenwelt durch einen vom verschwundenen Vater ererbten Spiegel betritt, erlebt mit Jacob eine Reihe äußerst gefährlicher Abenteuer zwischen Hexen, Feen, Riesen und Fabelwesen aus dem Fundus der mitteleuropäischen Märchen. Dass aber Wesen, die mal als Fuchs und mal als Menschenfrau erscheinen, in der japanischen Erzähltradition ausgesprochen präsent sind, habe die Autorin nicht gewusst.





