Alina Bronsky: Nenn mich einfach Superheld : Wir sind durchgeknallt, aber wir schaffen das trotzdem

Patchworkfamilien, Engel und Superhelden: In den neuen Romanen von Alina Bronsky und Tanja Maljartschuk wird nicht lange gefackelt, sondern entschlossen zugepackt.
Beim Personal ihres neuen Romans hat Alina Bronsky mit tragischen Schicksalen wahrlich nicht gespart. In der ersten filmreifen Szene sitzen wir mit dem siebzehnjährigen Marek in einem, wie er es nennt, „Casting für besonders geeignete Krüppel“: ein unverschämt gutaussehender Blinder, ein Beinamputierter, ein wegen einer Antiimmunschwäche dem Tode Geweihter, dessen innere Organe sich langsam zersetzen, eine psychotische Tunte, ein Schneewittchen im Rollstuhl und eben Marek, dem ein Rottweiler das halbe Gesicht weggebissen hat, als er sich schützend vor seine Freundin stellte.





