Kinderbücher über den Tod : Wie sollen wir es unseren Kindern sagen?

Das Haustier stirbt, die Großeltern und manchmal sogar die Mutter oder der Vater. Zehn Kinderbücher, die von Sterben, Tod und Abschied erzählen.
Den kleinen roten Drachen, den Egon zusammen mit seinem Vater im Krankenhaus gebaut hat, lässt der Junge nicht mehr los. Er ist das Kind, dessen Vater „für immer“ fort ist. Das ist „länger als unendlich und ungefähr so lang wie ewig“. Aber das wird Egon erst mit der Zeit bewusst. Als die Beerdigung vorbei ist und niemand mehr sagt: „Das arme Kind!“ und es nichts mehr zu tun und nichts mehr zu sagen gibt. Als die anderen beginnen, ihn zu meiden, als hätte er eine ansteckende Krankheit – weil sie nicht wissen, was sie sagen, wie sie ihn trösten sollen. Sogar diejenigen, von denen Egon glaubte, dass sie Freunde wären, weichen ihm aus. Da fängt die Trauer erst richtig an, und Egon könnte gut jemanden brauchen, der bei ihm ist und mit ihm die Schnur des roten Drachens hält, diese letzte, fragile Verbindung zu seinem Vater, der mit jedem Tag mehr aus Egons Leben und seiner Erinnerung zu verschwinden droht.


