Elias Hirschl :
Was lesen Sie?

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Elias Hirschl
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Elias Hirschl
Elias HirschlPetra Weixelbraun/Zsolnay

Jede Woche fragen wir Menschen aus dem Kulturbetrieb, was sie lesen und welches Buch in ihrem Schrank sie ganz bestimmt nicht lesen werden. Diesmal antwortet der Autor, Musiker, Slam Poet Elias Hischl.

Was lesen Sie?

Sehr viele dumme, kleine Bluesky-Posts und ansonsten auch Bücher. Die letzten Bücher, die ich wirklich gern gelesen habe, waren unter anderem der aus Haus-Perspektive erzählte Roman „Treppe aus Papier“ von Henrik Szántó, der digital-überdrehte Lyrikband „Heilung in Zeiten des sterbenden Internets“ von Jonathan Löffelbein, Colson Whiteheads seltsamer Aufzug-Krimi-Noir „Die Intuitionistin“, Dorothee Elmigers Metatheater-Roman „Die Holländerinnen“, Armela Madreiters bipolares Theaterstück „südpol.windstill“ und Fabian Navarros dritter Katzenkrimi-Teil „Miez Marple und die Tatze der Verdammnis“, der zu schätzungsweise 98 Prozent aus Tier-Wortwitzen besteht. Am liebsten lese ich aber Schilder beim Spazierengehen und bastele aus ihnen kleine, dumme Gedichte. Die besten Schilder der Welt gibt es in Schaan in Liechtenstein. Einmal habe ich auch für eine eher seltsame Performance alle nicht-künstlerischen Texte an allen Wänden, Decken, Türen und Geräten im Wiener Volkstheater lesen, abschreiben und daraus neue Texte zusammenbasteln dürfen.

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