Nasa-Glosse : Marsstollen und Morsezeichen im Sand

Aufgepasst, Europa! Der amerikanische Marsrover „Curiosity“ ist schon schwer auf Achse und trägt Botschaften in den Raum - ein Nationalheld rollt durchs All.
Der Marsrover „Curiosity“ hat sich glänzend eingelebt auf dem Roten Planeten. Er klettert, kalibriert und fotografiert schon wie der Teufel, und die vorübergehende Einsamkeit dort oben scheint er in den Griff kriegen zu können. Die Nasa hat dafür gesorgt, dass er sich in der Einöde des Gale-Kraters jederzeit nützlich machen kann. Deshalb ist der Roboter auch multitaskend unterwegs. Manches davon werden wir hier sicher gut brauchen können. So wie etwa das intellektuelle Teflon der Curiosity-Mission, es steckt in seinen Stollenreifen. Die sind, wenn die noch unbestätigten, aber auch so ganz wertvollen Informationen aus dem inneren Zirkel der Marsgemeinde zutreffen, eine raffinierte Mischung aus Kommunikationsmedium und Werbeträger. In die Reifen sind rechteckige und quadratische Vertiefungen in einem ganz speziellen Punkt-Strichmuster angeordnet (.--- .--. .-..). Aus dem Morsealphabet übersetzt bedeutet das: „JPL“. Das steht natürlich für Jet Propulsion Laboratory und ist der Name jenes Nasa-Instituts, in dessen Hallen der intelligente Marsrover erschaffen wurde. Jedesmal also, wenn sich „Curiosity“ in Bewegung setzt, hinterlässt er im Marsboden einen Code, der viele Zwecke erfüllt: Er ist Ausdruck eines neuen interplanetaren Marketings und kommuniziert zugleich die üblichen extraterrestrischen Gebietsansprüche der Amerikaner.





