Harte Arbeit, wenig Geld :
„Meine Mitarbeiter, meine Vollidioten“

Von
Christoph Schäfer
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Schillernde Welt, doch das Geld für die Busfahrt zum Arbeitsplatz fehlt manchmal: Sicherheitsleute warten auf Kunden und Kaufhausdiebe. Das abgebildete Geschäft ist aber nicht Kunde der im Text beschriebenen Sicherheitsfirma.
Schillernde Welt, doch das Geld für die Busfahrt zum Arbeitsplatz fehlt manchmal: Sicherheitsleute warten auf Kunden und Kaufhausdiebe. Das abgebildete Geschäft ist aber nicht Kunde der im Text beschriebenen Sicherheitsfirma.Helmut Fricke

Murat Can ist der Boss von achtzig Sicherheitsleuten und Türstehern. Früher war er selbst einer. Heute verleiht er die Männer. Die Kunst aber ist, sie zum Arbeiten zu bringen – irgendwie. Ein Tag im tiefsten Niedriglohnsektor.

Guter Lohn für gute Arbeit? Murat Can kann da nur lachen. Er ist der Chef von achtzig Kaufhausdetektiven, Pförtnern und Türstehern. Can bezahlt ihnen neun Euro brutto die Stunde. Seine besten Detektive erhalten zehn. Das ist so wenig, dass er nur Leute bekommt, die seiner Einschätzung nach „keine andere Wahl mehr haben“. Wenn Can gut gelaunt ist, nennt er sie „meine Mitarbeiter“. Ansonsten „meine Vollidioten“. Can war einst einer von ihnen.

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